Lieferantenprüfung per API

Prüfen Sie Schweizer Lieferanten per UID und fragen Sie Insolvenzmeldungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ab, bevor Sie bestellen oder zahlen.

Das Problem

Der Lieferant ist die Firma, von der Ihr eigener Betrieb abhängt. Fällt er aus, steht die Produktion, und eine geleistete Anzahlung ist im Konkursfall oft verloren. Gleichzeitig verlangen Kunden, Banken und Revisoren Nachweise, dass der Einkauf seine Sorgfaltspflichten wahrnimmt: Wer sind unsere Lieferanten, gibt es sie wirklich, sind sie noch aktiv, und gab es Anzeichen einer Zahlungsunfähigkeit?

In der Praxis wird der Kreditorenstamm einmal beim Anlegen geprüft und danach nie wieder. Wenn Zefix einen Lieferanten längst als in Liquidation führt oder das Handelsamtsblatt (SHAB) den Konkurs gemeldet hat, erfährt es die Buchhaltung beim ausbleibenden Liefertermin. Die Lieferantenprüfung per API macht daraus einen wiederholbaren, dokumentierten Schritt.

So funktioniert es

  • Anlegen: GET /companies/search?country=CH&company_number=CHE... oder name= liefert Firma, Rechtsform, Status und Sitz des Schweizer Lieferanten. Mit vat= suchen Sie nach der MWST-Nummer, die Sie auf der Rechnung finden.
  • Insolvenz prüfen: GET /insolvency/search?country=CH (SHAB), country=DE (Insolvenzbekanntmachungen) oder country=AT (Ediktsdatei) mit name= zeigt Meldungen zu Unternehmen. Für ganze Listen verwenden Sie die Sammelabfrage POST /insolvency/check.
  • Dranbleiben: POST /monitor überwacht Schweizer Lieferanten auf Statusänderung, Auflösung und Registeränderungen per Webhook.
curl 'https://api.prometiam.com/functions/v1/risk-api/insolvency/search?country=DE&name=Beispiel' \
  -H 'Authorization: Bearer rk_live_...'

Die Suche nach name findet den Namen irgendwo im normalisierten Firmennamen; die besten Treffer stehen vorn. Mit event_type, date_from und date_to grenzen Sie nach Art der Meldung und Datum ein. Eine Schweizer Meldung ist mit dem Unternehmen über die UID verknüpft, wenn sie die UID des Schuldners nennt.

Was Sie erhalten

  • Schweiz: Firma, UID, Rechtsform, Status (inklusive Liquidation und aufgelöst), Sitzadresse mit Kanton, Gründungsdatum, MWST-Nummer und Registeränderungs-Ereignisse.
  • Deutschland, Österreich und Schweiz: Insolvenzmeldungen von Unternehmen, mit Art der Meldung und Datum.
  • Alle Schweizer Daten werden an jedem Arbeitstag aktualisiert.

Was nicht enthalten ist

  • Deutsche und österreichische Lieferanten haben keinen Firmendatensatz. Prometiam führt kein deutsches und kein österreichisches Register; die Insolvenzmeldungen sind nicht mit einem Datensatz verknüpft. Sie finden eine Meldung nur über den Namen, und zwei Firmen mit ähnlichem Namen müssen Sie selbst auseinanderhalten.
  • Keine Bonitätsnote und kein Zahlungsverhalten: Es sind Registerdaten und amtliche Bekanntmachungen, keine Auskunftei.
  • Schweiz: keine Organe und Zeichnungsberechtigten, kein Registerkonformitäts-Signal, kein Branchencode. Einzelunternehmen und andere natürliche Personen werden nie ausgeliefert.
  • Natürliche Personen kommen in den Insolvenzmeldungen nie vor.
  • Ob ein Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig ist, bestätigt das Handelsregister nicht; die MWST-Nummer ist aus der UID gebildet. Die Eintragung prüfen Sie bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung.

Woran Sie ein Risiko erkennen

Drei Signale lohnen sich in der Praxis. Erstens der Status: Wechselt ein Schweizer Lieferant in Liquidation oder wird er gelöscht, sehen Sie das im Feld status und als Registeränderungs-Ereignis. Zweitens die Rechtsform und der Sitz: Ein plötzlicher Wechsel kann eine Umstrukturierung bedeuten und gehört in die Stammdatenpflege. Drittens die Insolvenzmeldung selbst, die Sie in der Schweiz über die UID, in Deutschland und Österreich über den Namen finden.

Aus Sicht der Lieferkette sind solche Prüfungen Teil der Sorgfalt, die Sie gegenüber Ihren Kunden und Prüfern nachweisen. Die API liefert dafür die Registerangaben; die Bewertung, ob ein Lieferant ersetzt oder abgesichert werden muss, bleibt eine Entscheidung Ihres Einkaufs.

Ein sinnvoller Ablauf

Prüfen Sie jeden Lieferanten beim Anlegen einmal vollständig und übernehmen Sie den Stand (Datum, Status, Rechtsform) in den Stammdaten. Legen Sie danach die Schweizer Lieferanten per POST /monitor auf die Beobachtungsliste. Für deutsche und österreichische Lieferanten fragen Sie die Insolvenzsuche wöchentlich nach den Namen Ihrer Lieferanten ab; dazu mehr unter Insolvenzüberwachung.

Welcher Tarif passt

Starter (9,99 EUR pro Monat, 1 000 Credits) deckt einen mittleren Lieferantenstamm ab. Für Webhooks und das Sanktionsscreening (Beta) wählen Sie Professional (29,99 EUR, 10 000 Credits). Jede Position einer Sammelabfrage kostet Credits (eine Insolvenzprüfung 2). Alle Preise: Preise.

Quelle der Schweizer Daten: Zefix, Federal Office of Justice, Federal Commercial Registry Office (open use, source required); restructured by Prometiam, not a certified register extract

Weiterführende Seiten

14 Tage kostenlos testen · API-Dokumentation

Die Testphase dauert 14 Tage und umfasst 500 Credits. Eine Karte ist erforderlich, während der Testphase wird nichts belastet; danach läuft das Starter-Abo (9,99 EUR pro Monat), sofern Sie nicht kündigen.

Frequently asked questions

Kann ich auch deutsche Lieferanten prüfen?
Nur auf Insolvenzmeldungen hin. Für Deutschland gibt es keine Firmendatensätze, wohl aber die Insolvenzbekanntmachungen von Unternehmen, die Sie über den Namen abfragen.
Ist eine Meldung sicher dem richtigen Lieferanten zuzuordnen?
In der Schweiz verknüpft die API die Meldung mit dem Unternehmen über die UID, sofern die Meldung die UID nennt. In Deutschland und Österreich fehlt diese Verknüpfung; Sie ordnen die Meldung über Name, Sitz und Rechtsform selbst zu.
Wie viele Lieferanten kann ich auf einmal prüfen?
Die Sammelabfrage POST /insolvency/check nimmt eine Liste entgegen. Jede Position kostet 2 Credits; übersteigt die Liste Ihre verbleibenden Credits, wird sie vorab mit 429 batch_exceeds_quota abgelehnt.
Ist das eine Bonitätsauskunft?
Nein. Sie erhalten Registerdaten und amtliche Insolvenzmeldungen, aber keine Bonitätsnote. Wer eine Bonitätsauskunft braucht, findet im Vergleich Alternative zu klassischen Auskunfteien eine Einordnung.