Die Insolvenzdatei in der Ediktsdatei des Bundesministeriums für Justiz ist in Österreich der Ort, an dem Konkurs- und Sanierungsverfahren bekannt gemacht werden. Hier erfahren Sie, was dort steht und wie lange, und durchsuchen die Meldungen zu Unternehmen gleich selbst.
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curl "https://api.prometiam.com/functions/v1/risk-api/insolvency/search?country=AT&name=example&limit=20" \ -H "Authorization: Bearer YOUR_API_KEY"
Die Ediktsdatei des Bundesministeriums für Justiz ist die öffentliche Datenbank der österreichischen Justiz für Edikte, also gerichtliche Bekanntmachungen. Nach den Angaben des Ministeriums war sie zunächst auf den Insolvenzbereich beschränkt, inzwischen gehören weitere Bereiche dazu, etwa Versteigerungen im Exekutionsverfahren, Bekanntmachungen der Firmenbuchgerichte und Verschmelzungsverträge. Der Teil für Insolvenzen heißt Insolvenzdatei und enthält alle Bekanntmachungen zu Konkursen, Ausgleichen und Schuldenregulierungsverfahren. Zu finden ist sie unter edikte.justiz.gv.at.
Die Insolvenzdatei ist das ausschließliche Bekanntmachungsorgan für Insolvenz- und Schuldenregulierungsverfahren; Aushänge an der Gerichtstafel und Veröffentlichungen in Zeitungen sind nicht mehr vorgesehen. Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wird einen Tag nach der Veröffentlichung in der Insolvenzdatei wirksam, um 0.00 Uhr des Folgetages. Die Einsicht ist kostenlos und für alle möglich, sämtliche Abfragen aus der Ediktsdatei sind gebührenfrei. Rechtsgrundlage ist die Insolvenzordnung (IO).
Jede Etappe eines Verfahrens erscheint als eigenes Edikt mit eigenem Datum. Die Suchmaske der Insolvenzdatei unterscheidet folgende Verfahrensarten:
Die Suche kennt Datumsarten wie die Anmeldungsfrist für Forderungen, die Eröffnung (Datum der Wirkungen) und die Tagsatzung. Wer Forderungen gegen ein insolventes Unternehmen hat, braucht diese Fristen.
Das Unternehmensserviceportal beschreibt den Ablauf so: Ein zahlungsunfähiges Unternehmen muss den Insolvenzantrag spätestens 60 Tage nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit stellen; bei juristischen Personen und bestimmten Personengesellschaften gilt das auch bei Überschuldung. Zuständig ist das Landesgericht am Unternehmenssitz, in Wien das Handelsgericht Wien. Das Gericht eröffnet dann entweder ein Sanierungsverfahren oder ein Konkursverfahren, und das Edikt erscheint in der Insolvenzdatei.
Sind Sie Gläubiger, zählt vor allem die Anmeldungsfrist, die das Gericht im Edikt festsetzt. Nach dem Glossar der Insolvenzdatei werden angemeldete Forderungen in der Prüfungstagsatzung geprüft; wer nicht anmeldet, wird bei Verteilungen nicht berücksichtigt und hat kein Stimmrecht. Die Eingabengebühr für die Anmeldung beträgt laut Glossar 33 Euro (Stand Oktober 2026). Die Insolvenzdatei nimmt die Daten eines Tages nach demselben Glossar täglich zwischen 23 und 0 Uhr auf.
Die Maske hat vier Reiter: Einfache Suche, Aktenzeichen, Firmenbuchnummer und Erweiterte Suche.
Alle Daten sind grundsätzlich bis ein Jahr nach Abschluss des Insolvenzverfahrens abrufbar. Wurde der Antrag mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen, gilt eine Frist von drei Jahren. Wer den Sanierungs- oder Zahlungsplan vollständig erfüllt hat, kann eine frühere Löschung erwirken. So steht es auf oesterreich.gv.at (Stand 1. Jänner 2026); die Löschfristen regelt § 256 IO.
Daraus folgt: Die Insolvenzdatei ist kein Archiv. Dass ein Unternehmen heute nicht darin steht, sagt nichts darüber, ob es früher insolvent war. Eine Bestätigung, dass kein Insolvenzverfahren anhängig ist, kann die Insolvenzdatei nicht erteilen; sie kommt für Unternehmen vom Firmenbuchgericht, für natürliche Personen vom Bezirksgericht.
Die Suche oben durchsucht Meldungen der Insolvenzdatei zu Unternehmen. Ein Treffer nennt die Firma, das Datum und die Art des Verfahrens und verweist auf die Insolvenzdatei; für Gericht, Aktenzeichen und den vollständigen Wortlaut gilt das Edikt dort. Angezeigt werden bis zu 20 Treffer, die besten zuerst.
GET /insolvency/search?country=AT liefert die Unternehmensmeldungen als JSON unter data: Firma (company_name), Art des Verfahrens (event_type, status), Datum (filing_date) und den Link zur Insolvenzdatei (notice_url). company_number ist für österreichische Meldungen leer, weil es keine Verknüpfung mit einem Firmenbuch gibt. Mit name= suchen Sie im Firmennamen, mit date_from und date_to grenzen Sie den Zeitraum ein. Für Listen gibt es POST /insolvency/check. Eine Suche kostet 2 Credits, ein Fehler nichts. Die Meldungen sind täglich aktualisiert und per API durchsuchbar.
curl 'https://api.prometiam.com/functions/v1/risk-api/insolvency/search?country=AT&name=mustermann&date_from=2026-01-01' \ -H 'Authorization: Bearer rk_live_...'
Zuletzt geprüft: 16. Oktober 2026. Quellen: Ediktsdatei des Bundesministeriums für Justiz (justiz.gv.at, edikte.justiz.gv.at, Glossar der Insolvenzdatei), oesterreich.gv.at und Unternehmensserviceportal (usp.gv.at). Die Seite ist keine Rechtsberatung. Contains CVR data (Erhvervsstyrelsen), CC BY 4.0.
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