Gleichen Sie Namen von Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern in einem Aufruf mit EU-, UN-, OFAC- und weiteren Sanktionslisten ab. Jeder Treffer nennt die Liste, den Trefferwert und den gefundenen Namen oder Alias und verweist auf den amtlichen Eintrag. Das Screening befindet sich in der Beta-Phase und nimmt Ihnen keine Compliance-Entscheidung ab.
Sanktionslisten sind amtliche Personenlisten. Sie nennen Personen, Unternehmen, Organisationen, Schiffe und Luftfahrzeuge, gegen die Sanktionen verhängt wurden. Bei den Finanzsanktionen der EU werden die Gelder und wirtschaftlichen Ressourcen der gelisteten Personen eingefroren, und es darf ihnen nichts zur Verfügung gestellt werden (Einfrierungsgebot und Bereitstellungsverbot). Die EU-Embargoverordnungen gelten unmittelbar in Deutschland und Österreich; in Deutschland enthält das Außenwirtschaftsgesetz (AWG) Straf- und Bußgeldvorschriften für Verstöße. Bei der Sanktionslistenprüfung gleichen Unternehmen deshalb die Namen ihrer Geschäftspartner mit diesen Listen ab: Neukunden, Lieferanten, Zahlungsempfänger sowie deren Geschäftsführer und wirtschaftlich Berechtigte.
Schwierig sind weniger die Listen selbst als die Menge der Namen und ihre Schreibweisen. Derselbe Name ist in den Listen in lateinischer, kyrillischer oder arabischer Schrift und in mehreren Transliterationen verzeichnet, und ein Eintrag erscheint oft auf mehreren Listen zugleich. Ein Abgleich per API macht daraus einen wiederholbaren Schritt, den Sie in Onboarding, Einkauf und Zahlungsfreigabe einbauen und dokumentieren können.
Die API gleicht Namen mit Personenlisten ab. Waren prüft sie nicht. Nicht Teil der Prüfung sind Güterlisten wie die Ausfuhrliste (Anlage AL zur Außenwirtschaftsverordnung) und Anhang I der EU-Dual-Use-Verordnung sowie länderbezogene Embargos mit Waren-, Branchen- oder Dienstleistungsverboten und Genehmigungspflichten. Auch die US-Listen zur Exportkontrolle, etwa die Entity List des Bureau of Industry and Security (BIS), sind Personenlisten: Sie nennen Personen und Unternehmen, keine Güter.
Änderungen der Listen rufen Sie über GET /sanctions/changes ab: neue Einträge, Streichungen und Umbenennungen. Die Sanktionsliste der Schweiz (SECO) ist nicht enthalten. Die maßgebliche Aufstellung steht in der API-Dokumentation.
Der Abgleich ist unscharf und toleriert abweichende Schreibweisen, Satzzeichen und Rechtsformzusätze. Namen in kyrillischer, griechischer oder arabischer Schrift werden vor dem Vergleich in lateinische Buchstaben übertragen, in der Abfrage wie in der Liste: Ein Name in Originalschrift und derselbe Name in lateinischer Schreibweise führen zum selben Eintrag. threshold legt fest, ab welcher Ähnlichkeit ein Name als Treffer zurückgegeben wird.
curl 'https://api.prometiam.com/functions/v1/risk-api/sanctions/screen?name=Beispiel%20Trading%20GmbH&entity_type=company&threshold=85' \ -H 'Authorization: Bearer rk_live_...'
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
name | Der zu prüfende Name einer Person, eines Unternehmens, eines Schiffs oder eines Luftfahrzeugs |
threshold | Mindestähnlichkeit in Prozent, 50 bis 100, Standard 80 |
entity_type | person, company, vessel, aircraft oder any (Standard) |
limit | Höchstzahl der Treffer pro Aufruf, 1 bis 100, Standard 20 |
group | entity fasst denselben Eintrag aus mehreren Listen zu einer Zeile zusammen |
include_pep | true ergänzt die PEP-Prüfung (Beta, nur Spanien) |
Der Trefferwert match_score sagt, wie gut der gelistete Name zur Suche passt: 100, wenn der gelistete Name oder ein Alias genau dem gesuchten Namen entspricht; 80 bis 99, wenn er mit den Wörtern der Suche beginnt; 50 bis 79, wenn er sie als ganze Wörter enthält; darunter stimmen nur Wortteile überein. Außerdem nennt jeder Treffer die Liste, den gefundenen Namen oder Alias und einen Link zum amtlichen Eintrag.
Ein Treffer ist ein Anlass zur Prüfung, kein Befund. Gleichnamige Personen und Firmen kommen häufig vor; gleichen Sie Geburtsdatum, Land und Rechtsform mit dem Eintrag ab, bevor Sie eine Zahlung anhalten oder ein Konto sperren. In der Sammelabfrage geben Sie dafür je Name dob (Geburtsdatum), country und entity_type mit. Dokumentieren Sie Liste, Eintrag, Trefferwert und Zeitpunkt der Abfrage in Ihrer Prüfakte.
POST /sanctions/screen nimmt bis zu 50 Namen je Aufruf an und liefert für jeden Namen ein Ergebnis in der Reihenfolge der Anfrage; meta zählt die Namen mit Treffer (matches) und ohne (clear). Jeder Name zählt wie eine eigene Einzelabfrage und kostet 3 Credits. Mit list begrenzen Sie die Abfrage auf bestimmte Listen, etwa EU,OFAC.
import requests
BASE = 'https://api.prometiam.com/functions/v1/risk-api'
H = {'Authorization': 'Bearer rk_live_...'}
# Neue Lieferanten und ihre Geschäftsführer: höchstens 50 Namen pro Aufruf
namen = ['Beispiel Handels GmbH', 'Erika Mustermann', 'Max Muster']
r = requests.post(f'{BASE}/sanctions/screen', headers=H,
json={'names': namen, 'threshold': 85})
r.raise_for_status()
for ergebnis in r.json()['data']:
if ergebnis['status'] != 'clear':
print('Prüfen:', ergebnis['input']['name'])
Übersteigt die Sammelabfrage Ihre verbleibenden Credits, lehnt die API sie vorab mit 429 batch_exceeds_quota ab und nennt in max_items_now die derzeit mögliche Höchstzahl; Fehler kosten nichts. Mit dem Header Idempotency-Key wiederholen Sie einen Aufruf gefahrlos.
Namen, die Sie dauerhaft beobachten wollen, legen Sie auf die Watchlist (/sanctions/watchlist): Die API gleicht sie täglich mit den Änderungen aller oben genannten Listen ab und ruft bei einem Treffer Ihren Webhook auf. Für Firmen, die Sie mit POST /monitor überwachen (Schweizer Firmen und deutsche Unternehmen mit LEI), erhalten Sie außer bei Statusänderung, Auflösung und Registeränderungen auch bei einem Sanktionstreffer (Beta) einen Webhook. Mehr dazu unter Insolvenzüberwachung und KYB-Prüfung.
include_pep=true) befindet sich in der Beta-Phase und gilt nur für Spanien, ohne Familienmitglieder und nahestehende Personen.Jeder geprüfte Name kostet 3 Credits, in der Einzelabfrage wie als Position einer Sammelabfrage. Das Sanktionsscreening ist ab dem Tarif Professional enthalten (29,99 EUR pro Monat, 10.000 Credits). Starter kostet 9,99 EUR pro Monat mit 1.000 Credits, Scale 99,99 EUR mit 50.000 Credits. Alle Preise: Preise.
Eine kostenlose Live-Abfrage gibt es auf dieser Seite nicht: Der öffentliche Demo-Schlüssel schließt das Sanktionsscreening aus. Lesen Sie die API-Dokumentation und starten Sie die Testphase. Sie dauert 14 Tage und umfasst insgesamt 500 Credits. Dafür ist eine Karte erforderlich; in dieser Zeit wird nichts belastet. Danach beginnt das Starter-Abo (9,99 EUR pro Monat), sofern Sie nicht vorher kündigen. Während der Testphase können Sie das Sanktionsscreening mit bis zu 25 Einzelabfragen ausprobieren; im Abo ist es ab Professional (29,99 EUR pro Monat) enthalten, die Sammelabfrage ebenfalls.
Source: Department of Foreign Affairs and Trade website – www.dfat.gov.au (Australian Sanctions Consolidated List), licensed CC BY 4.0. Adapted by Prometiam.
Quelle der Schweizer Daten: Zefix, Federal Office of Justice, Federal Commercial Registry Office (open use, source required); restructured by Prometiam, not a certified register extract
Contains LEI data from the Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF), available under CC0 1.0. Not an extract of the German commercial register (Handelsregister).
14 Tage kostenlos testen · API-Dokumentation
Die Testphase dauert 14 Tage und umfasst 500 Credits. Eine Karte ist erforderlich, während der Testphase wird nichts belastet; danach läuft das Starter-Abo (9,99 EUR pro Monat), sofern Sie nicht kündigen.