Insolvenzüberwachung per API für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Eine Abfrage für die Insolvenzbekanntmachungen (DE), die Ediktsdatei (AT) und das SHAB (CH): Meldungen zu Unternehmen als JSON, mit Webhook-Monitoring für Schweizer Firmen.

Das Problem

Eine Insolvenz kündigt sich selten an, aber sie wird veröffentlicht: In Deutschland erscheinen Eröffnungen, Abweisungen und Verfahrensschritte in den Insolvenzbekanntmachungen der Justiz, in Österreich in der Ediktsdatei, in der Schweiz im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB). Wer Debitoren, Lieferanten oder Vertragspartner im DACH-Raum hat, müsste drei Quellen mit unterschiedlicher Bedienung und Struktur regelmässig durchsuchen. Das Forderungsmanagement, die Kreditversicherung und der Einkauf brauchen aber eine verlässliche, automatisierte Antwort auf die Frage: Ist einer unserer Geschäftspartner heute in einem Verfahren erschienen?

So funktioniert es

Der Endpunkt GET /insolvency/search fragt die Meldungen ab. Sie wählen das Land mit country=DE, AT oder CH und grenzen mit den folgenden Parametern ein.

ParameterBedeutung
countryDE, AT oder CH (insgesamt zwölf Märkte)
nameFirmenname, gefunden irgendwo im normalisierten Namen; beste Treffer zuerst
company_numberNummer des Schuldners in der Form des Registers (für die Schweiz die UID)
event_typeArt der Meldung, z. B. insolvency, liquidation, restructuring
date_from, date_toZeitraum der Meldung
limit, cursorSeitengrösse und Fortsetzung bei langen Ergebnissen
curl 'https://api.prometiam.com/functions/v1/risk-api/insolvency/search?country=CH&date_from=2026-10-01' \
  -H 'Authorization: Bearer rk_live_...'

Für eine ganze Debitorenliste verwenden Sie die Sammelabfrage POST /insolvency/check. Jede Position kostet 2 Credits; reichen Ihre Credits nicht aus, lehnt die API die Liste vorab mit 429 batch_exceeds_quota ab und nennt max_items_now.

Schweiz: Überwachung per Webhook

Schweizer Meldungen sind mit dem Unternehmen über die UID verknüpft, sofern die Meldung die UID des Schuldners nennt; eine Meldung ohne UID bleibt unverknüpft. Schweizer Unternehmen können Sie zusätzlich mit POST /monitor und {"company_id": ..., "country": "CH"} beobachten. Sie erhalten einen Webhook bei Statusänderung, Auflösung, Sanktionstreffer (Beta) und bei Registeränderungs-Ereignissen, etwa wenn die Firma den Zusatz der Liquidation erhält. Die Schweizer Daten werden an jedem Arbeitstag aktualisiert.

Deutschland und Österreich: Abfrage im Takt

Für Deutschland und Österreich gibt es kein Monitoring und keine Verknüpfung mit Unternehmensdaten, weil Prometiam kein deutsches und kein österreichisches Register führt. Die Überwachung läuft deshalb über regelmässiges Abfragen: Ein Job fragt täglich oder wöchentlich GET /insolvency/search mit date_from seit der letzten Abfrage ab oder prüft Ihre Debitorenliste mit POST /insolvency/check. Treffer ordnen Sie über Name, Sitz und Rechtsform Ihrem Geschäftspartner zu.

Wer die Abfrage nutzt

  • Forderungsmanagement: Offene Posten gegen die Meldungen abgleichen, bevor weitere Lieferungen auf Rechnung gehen.
  • Kreditversicherung und Factoring: Bestände von Schuldnern in mehreren Ländern täglich prüfen.
  • Einkauf: Kritische Lieferanten im DACH-Raum laufend beobachten.
  • Banken und Fintechs: Geschäftskunden nach Aufnahme der Geschäftsbeziehung auf Insolvenzmeldungen hin im Blick behalten.

Weil die drei Quellen in einem Format erscheinen, bauen Sie die Auswertung einmal und verwenden sie für alle drei Länder. Dasselbe Format gilt auch für die übrigen neun Märkte der Insolvenzsuche.

Was nicht enthalten ist

  • Nur Meldungen von Unternehmen; natürliche Personen und Privatinsolvenzen kommen nie vor.
  • Deutschland und Österreich: keine Firmendatensätze, keine HRB- oder FN-Nummern, keine Verknüpfung der Meldung mit einem Unternehmen.
  • Schweiz: Datensätze zu Unternehmen ohne Organe und Zeichnungsberechtigte. Einzelunternehmen werden nie ausgeliefert; die Meldungen betreffen Unternehmen.
  • Eine Meldung ist eine amtliche Bekanntmachung in aufbereiteter Form, kein Gerichtsakt und kein Registerauszug.
  • Die Abfrage zeigt, was veröffentlicht wurde. Sie ersetzt keine Forderungsanmeldung und keine rechtliche Prüfung.

Treffer richtig einordnen

Eine Meldung zu einem Namen ist noch kein Beweis, dass Ihr Geschäftspartner betroffen ist. Gleichnamige Firmen sind häufig, und Rechtsformzusätze werden unterschiedlich geschrieben. Gleichen Sie deshalb Sitz und Rechtsform ab, bevor Sie eine Forderung sperren. In der Schweiz ersparen Sie sich diesen Schritt, wenn die Meldung die UID nennt: Dann suchen Sie mit company_number und erhalten nur Meldungen zu genau diesem Schuldner.

Welcher Tarif passt

Für eine tägliche Abfrage einiger hundert Geschäftspartner reicht Starter (9,99 EUR pro Monat, 1 000 Credits). Für Webhook-Monitoring der Schweizer Firmen und grössere Bestände wählen Sie Professional (29,99 EUR, 10 000 Credits). Die Testphase dauert 14 Tage mit 500 Credits; eine Karte ist erforderlich, in dieser Zeit wird nichts belastet. Preise.

Quelle der Schweizer Daten: Zefix, Federal Office of Justice, Federal Commercial Registry Office (open use, source required); restructured by Prometiam, not a certified register extract

Weiterführende Seiten

14 Tage kostenlos testen · API-Dokumentation

Die Testphase dauert 14 Tage und umfasst 500 Credits. Eine Karte ist erforderlich, während der Testphase wird nichts belastet; danach läuft das Starter-Abo (9,99 EUR pro Monat), sofern Sie nicht kündigen.

Frequently asked questions

Welche Quellen stehen hinter den Meldungen?
Für Deutschland die Insolvenzbekanntmachungen der Justiz, für Österreich die Ediktsdatei, für die Schweiz das SHAB. Die Meldungen werden aufbereitet und über einen einheitlichen Endpunkt ausgeliefert.
Kann ich deutsche Unternehmen überwachen lassen?
Nein, ein automatisches Monitoring gibt es nur für Schweizer Unternehmen. Für Deutschland und Österreich fragen Sie GET /insolvency/search regelmässig selbst ab.
Warum ist eine deutsche Meldung nicht mit einer Firma verknüpft?
Prometiam führt kein deutsches Register und hat deshalb keine Firmendatensätze, mit denen eine Meldung verknüpft werden könnte. Dasselbe gilt für Österreich.
Sind auch Privatinsolvenzen enthalten?
Nein. Es werden ausschliesslich Meldungen von Unternehmen ausgeliefert, nie von natürlichen Personen.
Kann ich die Meldungen vorab von Hand durchsuchen?
Ja, die kostenlose Suche in den Insolvenzbekanntmachungen braucht kein Konto.